Stellungnahme zur Bahntrasse durch Wegberg

Die Zukunft der Mobilität in Wegberg – Steigt auf die Schiene um!

Der Zweckverband go.Rheinland hat im Rahmen seines gesetzlichen Auftrags den Mobilitätsplan 2025 entwickelt. Ziel ist eine integrierte Gestaltung des ÖPNV in unserer Region mit dem Schwerpunkt, Mobilität zu sichern und nachhaltig zu verbessern. Die Bahnlinie RB 34 zwischen Mönchengladbach und Wegberg ist fester Bestandteil dieser Planung. Bis 2032 soll der derzeitige Zwei-Stunden-Takt an Wochenenden auf einen Stundentakt verdichtet werden. Langfristig – im Planungshorizont 2040 – wird die Reaktivierung der Strecke über Wegberg-Dalheim hinaus nach Roermond angestrebt, um eine Verlängerung der S-Bahn-Linie 8 zu ermöglichen. Nach dem Ratsbeschluss im Februar 2025 hat die Stadt Wegberg zu Teilen dieser Planungen eine offizielle Stellungnahme eingereicht. Zwar hat diese keine unmittelbaren Einfluss auf den Mobilitätsplan, jedoch verdeutlicht sie die kommunale Position. Weder die Stadt noch der Rat entscheiden über Ziele und Inhalte des go.Rheinland-Plans 2025.

Unsere Grundposition

Für BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN ist der Schienenpersonennahverkehr (SPNV) ein Schlüsselfaktor klimafreundlicher Mobilität. Die Bahn ist das Verkehrsmittel des 21. Jahrhunderts, das nur durch konsequenten Ausbau und dauerhafte Investitionen seine Potenziale voll entfalten kann. Zu unseren Leitprinzipien gehört es dabei auch, dass ländliche Regionen besser mit eng getakteten Regional- und S-Bahn-Linien angebunden werden. Denn die Verlagerung von Verkehr auf die Schiene senkt CO – Emissionen und ist klimafreundlich.

Ratsbeschlusses vom 11.02.2025

Der Rat der Stadt Wegberg hat mehrheitlich beschlossen:

  1. Reaktivierung der Bahnstrecke bis Roermond für den Personenverkehr zu unterstützen
  2. Eine Trassenführung des „Eisernen Rheins“ als reiner Güterverkehrsstrecke durch Wegberg abzulehnen

Dieser Beschluss knüpft an frühere Stellungnahmen der Stadt in der Regionalplanung an. Die Fraktion von BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN stimmte geschlossen dafür, weil die eng getaktete S-Bahn-Verbindung zwischen Mönchengladbach, Wegberg und perspektivisch Roermond eine einmalige Chance für unsere Stadt darstellt. Sie fördert Klimaschutz, stärkt die Wirtschaft und macht Wegberg für Bürger, Unternehmen und Gäste attraktiver. Wer diese Perspektive ablehnt, verpasst den Anschluss an eine zukunftsfähige Stadtentwicklung.

Die Debatte um den „Eisernen Rhein“

Bürgerinitiativen befürchten, der Ausbau könnte zu einem Güterverkehrskorridor von Antwerpen übers Ruhrgebiet führen und damit die Lebensqualität in Wegberg beeinträchtigen. Zwar gibt es Interesse aus Belgien an einer solchen Verbindung, doch ist weder eine Trasse durch Wegberg beschlossen noch vom Zweckverband geplant. Vielmehr steht die Verbesserung des SPNV im Vordergrund. Niemand im Rat oder der Verwaltung befürwortet einen Güterverkehr des Eisernen Rheins durch unsere Stadt. Auch die CDU Wegberg greift in ihrem „Bürgerbrief – Der Eiserne Rhein“ den Ratsbeschluss an. Dabei verschweigt sie, dass ihre eigene Fraktion bei der Abstimmung nicht einheitlich opponierte. Einzelne CDU-Mitglieder erkannten die Chancen einer besseren Bahnanbindung und stimmten für den Beschluss. Leider propagiert die CDU heute ein generelles Nein zu jeder Bahntrasse durch Wegberg und stellt sich damit gegen die Mobilitätswende in unserer Mühlenstadt.

Macht heute, was morgen zählt.

MARC OSTENDORP
für Die Fraktion B’90 / DIE GRÜNEN im Rat der Stadt Wegberg

Stellungnahme zum Download.

Teile den Beitrag: