Neuer Wald für Wegberg: Das haben wir bei der Infoveranstaltung erfahren

Am 28. September 2026 hat Jörg Krapoll von der Stabsstelle Klimaschutz und Nachhaltigkeit der Stadt Wegberg in der Wegberger Mühle zwei neue Waldflächen vorgestellt. Anschließend hat er Fragen zum Wald in Wegberg beantwortet. Hier fassen wir die wichtigsten Punkte zusammen.

Zwei neue Flächen: möglich durch Spenden

Für die Bepflanzung von zwei Flächen wurde Geld gespendet. Eine davon liegt im Grüngürtel Maggenfeld und ist rund 2.700 Quadratmeter groß. Die zweite im Klinkumer Busch.

Im Maggenfeld entsteht ein bunter Mischwald. Gepflanzt werden heimische Arten wie Elsbeere, Eberesche und Wildbirne sowie viele weitere Bäume und Sträucher. Davon profitieren auch Insekten, Vögel und andere heimische Tiere. Klimawandel und Artensterben lassen sich so allein nicht aufhalten. Aber jede neue Waldfläche ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

So wird gepflanzt

  • Vor dem Pflanzen wird der Boden tief gepflügt. Das schützt die jungen Pflanzen vor Wühlmäusen.
  • Schülerinnen und Schüler sollen beim Pflanzen mithelfen.
  • Die jungen Bäume werden auch an heißen Tagen nicht gegossen. Danach hatte eine Teilnehmerin gefragt. Der Grund: Die Pflanzen sollen von Anfang an kräftige, tiefe Wurzeln bilden. So kommen sie später besser mit Trockenheit zurecht. Wir hoffen, dass das gelingt, und behalten die Entwicklung im Blick.

Invasive Arten: Gartenabfälle im Wald sind ein Problem

Gefragt wurde auch nach invasiven Pflanzen wie Kirschlorbeer und der Spätblühenden Traubenkirsche aus Nordamerika. Nach Einschätzung von Jörg Krapoll lassen sie sich in Wegberg kaum noch zurückdrängen.

Eine wichtige Ursache sind Gartenabfälle, die illegal im Wald abgeladen werden. Daraus wachsen die Pflanzen und breiten sich aus. Wie schnell das geht, zeigt ein Beispiel bei Wildenrath: Dort wurde vor einigen Jahren eine breite Schneise in den Wald geschlagen. Heute wachsen dort fast nur noch diese invasiven Arten, dazwischen ein paar Stechpalmen (Ilex).

Unsere Sicht: Wegberg braucht mehr Grün und mehr Schatten

Neue Waldflächen sind gut. Genauso wichtig ist es, dass sich Wegberg auf heiße Sommer einstellt. Auch an Straßen, Wegen und Plätzen. Bäume spenden Schatten, kühlen die Umgebung und bieten Tieren Lebensraum. Davon haben alle etwas. Dafür setzen wir Grüne uns im Stadtrat weiter ein.

Das können alle tun

  • Gartenabfälle nie im Wald abladen, sondern über die Biotonne oder eine Grünschnitt-Sammelstelle entsorgen.
  • Im eigenen Garten heimische Sträucher pflanzen, zum Beispiel Weißdorn, Hainbuche oder Hasel statt Kirschlorbeer.
  • Schottergärten und versiegelte Flächen zurückbauen. Jedes Stück Grün hilft gegen Hitze und gibt Tieren Nahrung und Schutz.

Text von Andreas Kutschke

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